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Was ist ein Blastocyst­transfer?

Bei der IVF-Behandlung werden ein oder mehrere Embryonen (eine mit Spermien befruchtete Eizelle) in die Gebärmutter eingesetzt, nachdem sie sich einige Zeit im Labor entwickelt haben. Dies kann entweder am zweiten oder dritten Tag der Entwicklung oder am fünften Tag, dem sogenannten Blastozystenstadium, geschehen. 

Eine Verzögerung von zwei oder drei Tagen mag nicht viel erscheinen, aber bei einem schnell wachsenden Embryo führen diese zusätzlichen Entwicklungstage dazu, dass der Embryo zu einer komplexen und hoch entwickelten Blastozyste wird. 

Unsere Embryolog:innen können anhand des Aussehens und der Entwicklung des Embryos im Labor leichter entscheiden, welche Embryonen im Blastozystenstadium die größten Erfolgsaussichten haben. Durch dieses Verfahren hat die IVF mit Blastozystentransfer oft eine höhere Geburtenrate.

Bei MVZ Kinderwunsch haben wir uns auf IVF spezialisiert. Wir vereinen 35 Jahre Erfahrung in der Fertilitätsbehandlung mit außergewöhnlicher Patientenbetreuung und Einfühlungsvermögen.

Als Teil eines Netzwerks von Kliniken in Deutschland haben wir Zugang zu einer Welt von Fertilitätsexpertise und Wissen, um sorgfältig auf Sie zugeschnittene Behandlungspläne zu erstellen.
Wenn Sie zu uns kommen, nehmen wir uns die Zeit, Sie kennenzulernen, Ihre Krankengeschichte zu verstehen und zu besprechen, welche Optionen Ihnen helfen könnten.

Ablauf: Wie funktioniert der Blastozysten­transfer?

Beim IVF-Blastozystentransfer wird eine Eizelle im Labor durch Spermien befruchtet. Der daraus entstehende Embryo wird fünf oder sechs Tage lang sorgfältig gezüchtet, bis er das Blastozystenstadium erreicht hat, und wird dann zur Entwicklung in die Gebärmutter eingesetzt. Wenn Sie eine Frau sind, die sich für einen Blastozystentransfer entscheidet, läuft das Verfahren in der Regel wie folgt ab:

1

Unterdrückung Ihres natürlichen Menstruationszyklus

Sie nehmen zu Hause per Injektion Medikamente ein, um Ihre natürliche Hormonproduktion zu stoppen und die Freisetzung Ihrer Eizellen zu steuern.

2

Stimulierung der Eierstöcke

Sie nehmen etwa zwei Wochen lang ein weiteres Medikament ein, um die Eizellproduktion anzukurbeln. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass sich mehr Eizellen bilden.

3

Überwachung des Fortschritts

Bei einer Ultraschalluntersuchung wird überprüft, wie sich Ihre Eizellen entwickeln und wann sie für die Entnahme bereit sind.
Möglicherweise werden auch einige Bluttests durchgeführt.

4

Entnahme der Eizellen

Mithilfe eines anderen Medikaments werden Ihre Eizellen zur Reifung gebracht, damit sie aus Ihren Eierstöcken entnommen werden können. Wenn Ihre Eizellen herangereift und zur Entnahme bereit sind, werden Sie betäubt, damit Sie keine Schmerzen oder Unannehmlichkeiten verspüren. Dann wird eine Nadel sanft durch die Scheidenwand geführt, mit der die Eizellen einzeln entnommen werden. Der gesamte Vorgang dauert etwa 15 Minuten.

5

Befruchtung der Eizellen

Ihre Eizellen werden in einem Labor mit Spermien zusammengebracht, um sie zu befruchten. Falls erforderlich, kann eine Embryolog:in jeder Eizelle ein einzelnes Spermium injizieren.. Dies wird als Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) bezeichnet und wird empfohlen, wenn die Anzahl oder Qualität der Spermien nicht ideal ist.

6

Embryotransfer

Sobald Ihre Eizellen von Spermien befruchtet wurden, werden sie als Embryo bezeichnet und bis zu sechs Tage lang bebrütet. In der Regel verwenden wir ein EmbryoScope™, einen speziellen Inkubator mit eingebauten Kameras, um ein Zeitraffervideo der Embryonalentwicklung zu erstellen. So können wir beurteilen, welche Embryonen am stärksten sind und sich am ehesten erfolgreich einnisten werden. Die besten ein oder zwei Embryonen werden ausgewählt und zur Entwicklung in die Gebärmutter eingesetzt. Alle anderen gesunden Embryonen können zur späteren Verwendung eingefroren werden.

Wir sind für Sie da

Wenn Sie mehr über den Blastozystentransfer wissen möchten, eine Frage haben oder einen Termin in Ihrem Kinderwunschzentrum vor Ort vereinbaren möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Wir setzen uns dann so schnell wie möglich mit Ihnen in Verbindung.

FAQs

Ist der Blastozystentransfer für Sie geeignet?

Der Blastozystentransfer kann die Erfolgsquote der IVF erhöhen, ist aber nicht für jeden geeignet.   

Er eignet sich am besten für jüngere Frauen mit qualitativ hochwertigen Embryonen und hohen Chancen, durch IVF schwanger zu werden.  

Frauen mit einer niedrigen Eizellzahl wird diese Behandlung möglicherweise nicht empfohlen.   

Ihre MVZ-Kinderwunsch Expert:innen werden entscheiden, ob die Behandlung für Sie geeignet ist. Wenn Sie zu uns kommen, nehmen wir uns die Zeit, Sie kennen zu lernen, Ihre Krankengeschichte zu verstehen und die besten Optionen für Sie und Ihren individuellen Fall zu besprechen.   

Wir können Ihnen weitere Informationen und Ratschläge dazu geben, ob diese Behandlung für Sie geeignet ist – nehmen Sie noch heute Kontakt mit uns auf und wir werden Ihre Fragen beantworten.

Bestehen bei einem Blastozystentransfer irgendwelche Risiken?

Nicht alle Embryonen, die im Labor gezüchtet werden, entwickeln sich zu Blastozysten.   

Es besteht die Möglichkeit, dass sich der Embryo nicht weiterentwickelt und nicht für den Transfer in die Gebärmutter geeignet ist.   

Wir informieren und beraten Sie gerne über die Risiken des Blastozystentransfers. Nehmen Sie noch heute Kontakt mit uns auf, damit wir Ihre Fragen beantworten können. 

Was sind die Vorteile des Blastozystentransfers?

Ist der Blastozystentransfer die richtige Wahl für Sie, kann es große Vorteile haben, diesen Behandlungsweg für Ihre IVF zu wählen. 

 

Verringern der Wahrscheinlichkeit, mit mehr als einem Baby schwanger zu werden.

Da der Blastozystentransfer eine höhere Einnistungswahrscheinlichkeit hat, werden weniger Embryonen übertragen, was die Chance auf eine Mehrlingsschwangerschaft verringert. 

Aufgrund der hohen Erfolgsquoten dürfen in Deutschland nach dem Embryonenschutzgesetz maximal drei Embryonen im Labor zum Blastozystenstadium heranreifen.

Die Embryonen, die nicht übertragen werden, können eingefroren und für eine spätere Verwendung gelagert werden.

 

Erhöhte Schwangerschafts- und Geburtenraten. 

Studien haben gezeigt, dass sich die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Embryo in der Gebärmutter einnistet und weiterwächst, erhöht, wenn man die Embryonen schlüpfen und sich bis zum Blastozystenstadium entwickeln lässt, bevor sie übertragen werden.    

Auch das Einfrieren der Blastozysten, die nicht übertragen werden, hat eine hohe Überlebensrate beim Einfrieren und Auftauen. 

Wie viele befruchtete Eizellen dürfen Sie für den Blastozystentransfer verwenden?

Nach dem Embryonenschutzgesetz dürfen nur maximal drei befruchtete Eizellen in einem Inkubator zum Blastozystenstadium heranreifen.

Es ist wichtig zu wissen, dass in Deutschland die Selektion von Embryonen nach dem Embryonenschutzgesetz nicht erlaubt ist. 

Was passiert Tag für Tag nach dem Blastozystentransfer?

Nach Abschluss des Blastozystentransfers dauert es etwa neun Tage, bis Ihr Hormonspiegel ansteigt und die Schwangerschaft festgestellt wird. 

Wahrscheinlich sind Sie neugierig, was in dieser Zeit in Ihrem Körper passiert. Hier erfahren Sie, was Sie an jedem Tag nach dem Transfer erwartet:

 

Tag 1: Die Blastozyste beginnt einen Prozess, den man Schlüpfen nennt. Die Blastozyste ist von einer dünnen Schale umgeben und beginnt, aus dieser zu schlüpfen, um sich auf die Einnistung in Ihrer Gebärmutter vorzubereiten.

Tag 2: Die noch schlüpfende Blastozyste beginnt, sich in Ihrer Gebärmutter festzusetzen. Zu diesem Zeitpunkt beginnt die Blastozyste mit der Einnistung in Ihrer Gebärmutter.

Tag 3 und 4: Die Blastozyste beginnt, sich weiter in die Gebärmutter einzunisten und setzt sich tiefer in ihr fest.

Tag 5: Die Einnistung sollte jetzt abgeschlossen sein. Ihr Fötus und die Plazenta haben nun begonnen, sich zu entwickeln.

Tag 6: Ein Hormon namens Humanes Choriongonadotropin (hCG) beginnt nun, in Ihren Blutkreislauf freigesetzt zu werden. Dies ist das Hormon, das nachgewiesen wird, um Ihre Schwangerschaft anzuzeigen. 

Tag 7 und 8: Ihr Fötus wächst weiter und das Hormon hCG wird kontinuierlich in Ihr Blut abgegeben.

Ab Tag 11: Ihr hCG-Spiegel ist so hoch, dass er in einem Blut- oder Urintest nachgewiesen werden kann, der bestätigt, dass Sie schwanger sind.

Kann ich Spendersamen verwenden?

Sie können Spendersamen für eine künstliche Befruchtung verwenden, wenn der Mann eine sehr niedrige oder gar keine Spermienzahl hat oder wenn es sich Sie ein lesbisches Paar sind.

In einigen Regionen Deutschlands ist es auch für alleinstehende Frauen möglich, mit Spendersamen eine IVF durchzuführen. 

Wenn Sie mehr über die Verwendung von Spendersamen erfahren möchten, besuchen Sie unsere Seite über Samenspender bei MVZ Kinderwunsch. 

Diese Leistung bieten wir in:

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