
Kinderwunsch ab 40:
Chancen & Risiken
Frauen bekommen heute im Schnitt später Kinder als vor 100 Jahren. Viele werden sogar erst mit 40 schwanger. Sie schließen ihre Ausbildung oder ein Studium ab, arbeiten einige Jahre und entscheiden sich dann für ein Kind. Diese Mütter sind meist gebildet, geduldig und laut diverser Studien ernähren sie sich häufig gesünder und treffen vernünftigere Entscheidungen in der Kindererziehung.
Kinderwunschbehandlung ab 40?
Klappt es nicht mehr auf natürlichem Weg schwanger zu werden, unterstützen wir in unseren Kinderwunschzentren Frauen mit spätem Wunsch Mutter zu werden mit unserem großen Erfahrungsschatz und versuchen nach Möglichkeit, die Geburt eines eigenen Kindes für sie noch zu verwirklichen. Dafür stehen mehrere Optionen zur Verfügung, wie die In-Vito-Fertilisation (IVF), ICSI, Hormonbehandlungen, Zyklusmonitoring und andere unterstützende Maßnahmen. Jedoch ist das Zeitfenster jenseits der 40 sehr klein. In der Regel wird eine erste Beratung nicht über das 43. Lebensjahr der Frau hinaus angeboten und Therapien nicht über das 44. Lebensjahr hinaus durchgeführt.
Herausforderung: Schwangerschaft ab 40
Die späte Entscheidung für ein Kind birgt allerdings auch Risiken. Mit steigendem Alter der Frau sinkt die Qualität ihrer Eizellen und damit erstens die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden, zweitens eine problemlose Schwangerschaft zu erleben und drittens ein gesundes Kind zur Welt zu bringen. Ab 35 Jahren beginnt die Abnahme der Eizellqualität und ab 40 sinkt sie rasant. Während die Wahrscheinlichkeit mit 40 schwanger zu werden noch bei 25 Prozent liegt, ist sie mit 43 bereits auf 10 Prozent gesunken. Dabei ist eine Schwangerschaft mit 40 für eine Frau weitaus weniger risikobehaftet, wenn es sich nicht um ihr erstes Kind handelt.
Auch das Alter des Vaters sollte nicht außer Acht gelassen werden. Zwar können Männer bis ins hohe Alter Kinder zeugen, doch auch bei Ihnen beginnt die Spermienqualität ab etwa 35 Jahren zu sinken. Dies äußert sich in einer geringeren Spermienzahl, Beweglichkeit und DNA-Qualität, was die Fruchtbarkeit und die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Befruchtung reduzieren kann. Zudem steigt das Risiko für genetische Veränderungen, Fehlgeburten und bestimmte gesundheitliche Probleme beim Kind. Ein gesunder Lebensstil kann dem entgegenwirken.